Donnerstag, 29. Juli 2010

Vesteralen und Lofoten

Ein sonniges Hallo von den Lofoten. Leider war das Wetter nicht immer so toll, wie auf den Bildern. Dennoch haben wir hier heute Traumwetter, so dass ich diese Inseln vor meiner morgigen Abreise auch noch im richtigen Licht erleben darf. Dann gehts naemlich weiter mit der Faehre Richtung Bodo. Deshalb halte ich mich heute "etwas" kuerzer.

Nun moechte ich Euch aber auch noch aufdatieren, was die letzten Tage so alles passiert ist. Und das ist eine Menge. Allgemein ist zu sagen, dass ich ueberall unglaubliches Glueck hatte...

Nach dem letzten Bericht ging es am Nachmittag ins Altamuseum, wo man bekanntermassen Felszeichnungen aus der Steinzeit ansehen kann. Die Zeichnungen auf dem Bild sind etwa 6000 Jahre alt. Damit der Besucher diese besser erkennt, haben die Kuratoren diese angemalt... Am selben Tag ging es weiter Richtung Tromso, der groessten Stadt Nordnorwegens.
Der Stadt wurde viel historische Bausubsanz erhalten, da Hitler bei seinem Rueckzug - fuer einmal - nicht alles dem Erdboden gleichgemacht hat.In Tromso verbrachte ich beinahe drei Tage, da ich super nette und hilfsbereite Menschen kennengelernt habe. Hier auf dem Bild seht ihr Karl - den Goalietrainer der ersten Mannschaft von Tromsdalen. Als Dank habe ich Ihm meinen SCKS Schal geschenkt.
Ich durfte das gesamte Stadion - erstellt im 2010 - besichtigen. Ausserdem erhielt ich ein Trikot mit allen Unterschriften. Wie Ihr merkt, habe ich danach den Norwegenpunkt gemacht...
Kabine, Speakerraum, VIP-Lounge, ueberall war ich. Sowas wuensche ich mir auch fuer den SC Kriens. Tromsdalen spielt in der zweithoechsten Norwegischen Liga und ging als underdog ins Spiel gegen Fredrikstad. Nach zwischenzeitlichem Ausgleich, verlor Tromsdalen schlussendlich mit 2:5. Die Supporter von Tromsdalen wurden von den anderen Fans Norwegens im 2009 als die "Besten" ausrkoren und durften in Oslo eine Auszeichnung entgegennehmen. Sie haben fuer jeden Spieler ein eigenes Lied. Dauersupport mit Trommel und Pauke, verschiedene Capos. Auch wenn ich kein einziges Wort verstanden habe, stand ich inmitten der HC Fans...Vorne rechts im Bild seht Ihr die Gasdruckkonfettikanone, makabererweise Adolf genannt...Am Ende des Ausgangs in der Nacht (hier wird auch nach Niederlagen gefeiert) - und die gibt es bekanntlich ja nicht in Nordnorwegen - liessen wir den Abend in einem Traumhaus am Fjord ausklingen. Danke Karl, Thore, Elisabeth, Lasse, Kjetill und wie Ihr alle heisst. Das werd ich Euch nie vergessen!

Aber irgendwann gehts auch weiter. Muss es weitergehen. :-) Naechstes Ziel Vesteralen/Lofoten. Den Weg dorthin legte ich mit zwei Faehren und einem Zwischenstop in Harstadt zurueck. Je naeher ich den Vesteralen kam, desto schlechter wurde das Wetter...


Auf den Vesteralen, besser gesagt in Andenes, machte ich gemaess Auszeichnung irgend einer Organisation, das beste Whalewatching der Welt - mit Sichtgarantie - mit. Ein unvergessliches Erlebnis. Bereits im ersten Anlauf sahen wir Pottwale. Das Wetter - in meinen Augen schlecht - sei das beste in diesem Jahr und die See so rugig wie fast nie. Dass wir sogar zwei verschiedene Pottwale - in diesem Kaltwasser alles 17-20m lange dominate Maennchen auf so kurze Distanz sehen konnten, waere wahnsinniges Glueck. Scheint genug Fisch - und davon braucht ein Wal diese Kalibers ungefaehr eine Tonne pro Tag - in diesen Gewaessern zu haben.
Die Wale tauchen in der Regel um die 40 Min, bevor Sie an die Oberflaeche kommen, ca 10 Minuten durchschnaufen und dann wieder fuer die Futtersuche abtauchen. Mehr Fotos wie immer in der Fotosection. Wie Ihr seht, konnte ich dank der Seriebildaufnahme und dem Teleobjektiv spektakulare Bilder schiessen. Ich kann jedem diesen teuren Trip nur ans Herz legen.
Am naechsten Tag gings im Regen auf die Lofoten. Das touristisch in diesen Wochen total ueberlaufene Inselparadies, zeigte sich erst heute Morgen in seinem schoensten Gewand.

Da alles hier oben total ausgebucht ist, hab ich mich fuer zwei Tage in einem kleinen Hotel in Henningsvær einquartiert. Ich muss mich gluecklich schaetzen, dass ich ueberhaupt noch etwas gefunden habe. Henningsvær ist ein kleines Fischerdorf mit Flair suedoestlich der Hauptstadt Svolvaer. Auf dem Weg dorthin hat es ueberall wildcampende WoMos und Zelte. Das ist respektlos. Die Einheimischen haben gar keine Freude...
Die Lofoten sind wohl eher im Juni zu empfehlen, wenn sich nicht die ganze Welt auf den Lofoten tummelt. Trotzdem fuer mich bis jetzt ein absolutes Highlite. Mehr von den Lofoten und von mir im naechsten Bericht. Mit diesem Postkartensujet - von heute morgen - verabschiede ich mich.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Das mystische Nordkap

Hej Hej aus Norwegen! Wie Ihr unschwer festgestellt habt, ist es hier oben schwierig, eine funktionstuechtige Internetstation mit einer schnellen Leitung zu finden. Mittlerweile bin ich am zehnten Tag meiner Reise in Alta - der groessten Stadt im Norden - angekommen. Hier in der Bibliothek sind Sie so nett und lassen mich laenger als die ueblichen dreissig Minuten ans Netz.


Ich habe Euch wieder viel zu berichten. Es sind doch schon einige Tage seit meinem letzten Bericht vergangen. Zurzeit ist ganz schlechtes Wetter hier, weshalb ich mit gutem Gewissen ausfuehrlich berichten kann.

Am Ende meines letzten Berichtes erwaehnte ich den Fussballmatch, den ich besuchen wollte. Diesen Plan setzte ich am naechsten Tag in die Tat um. Wie das so ist bei Spielen in fremden Ligen, sind die Zeitangaben der Sachverstaendigen nicht immer zuverlaessig. Wohlwissentlich ging ich deshalb eine Dreiviertelstunde frueher ins Stadion und siehe, der Match lief bereits fuenfzehn Minuten. Da habe ich nochmals Glueck gehabt... Das spannende Spiel endete mit 3:2 fuer das Heimteam PS Kemi in den unsympathischen blauen Dresses. Hier im Bild die alleinige Torschuetzin fuer Kemi.

Gluecklich ueber den soeben gesammelten Finnland-Laenderpunkt, machte ich mich auf den Weg Richtung Rovaniemi. Auf dem Weg dorthin passierte ein seltsam anmutender Schwertransport. Vielleicht weiss jemand von Euch, was das fuer Teile auf den Lastwagen sind. Diese Pause verzoegerte die weiterreise, war aber nicht weiter schlimm.





In Rovaniemi angekommen, errichtete ich das Camp an einer Flussgabelung in einem privaten Campingplatz. Mir gehen die Superlativen aus, wenn ich die Skandinavische Natur beschreiben soll. Bisher mit Abstand der schoenste Campingplatz meiner Reise. Zur Feier des Tages baute ich am Sandstrand einen sechskoepfigen Steinmann. Ihr duerft mir auch Statikgott sagen...



Am naechsten Tag besuchte ich das Arktikum. Ein Museum ueber die arktischen Regionen und die Geschichte der Lappen. Eine sehr interessante und lehrreiche Thematik. Mich ueberzeugte der Bau auch architektonisch, mit seinem 147m - teils unterirdisch - langen Glasbau.




Nach dem Museumsbesuch sollte der Polarkreis fallen. Kurz vor dem Polarkreis wohnt der Samichlaus, dem ich natuerlich einen Besuch abstatten musste. Ich fuehre ja sozusagen seine Vertretung in der Schweiz - zumindest in Grindelwald. Leider war er nicht zu Hause, dieser vielbeschaeftigte Mann. Die obligate Postkarte fuer die Grossmutter - welche hier nicht mitlesen kann - pflichtbwusst im "Santas Postoffice" aufgegeben.

Dannn der historische Moment. Bei der Ueberschreitung des Polarkeises gedachte ich der vielen tausend ausgegebenen Tourieuros, welche hier dankend fuer allerhand Ramsch entgegengenommen werden.



Nun ging es weiter Richtung Norden, mit dem Ziel Inari. Auf dem Weg durch die unberuehrte Natur Finnlands, kaufte ich noch einen Viertel von einem frisch geraeucherter Lachs. Das Wetter wurde zusehends schlechter. Am Inarisee fand ich dann einen Campingplatz. Der Inarisee ist den Sami heilig. Dem kann ich nur beipflichten. Der See ist mit seinen vielen tausend Inseln der wohl schoenste Suesswasserspeicher, den ich jemals gesehen habe. Das sagt einer, der am Vierwaldstaettersee wohnt! Die Wettergoetter waren mir nun nicht mehr hold. der erste ausgiebige Regen folgte. Ich troestete mich mit dem mitgebrachten Lachs. Hier traf ich eine lustige deutsche Reisegruppe welche in 23 Tagen eine dichtgepackte Skandinavientour machen. Das Motto lautet fahren, essen, schlafen im Bus. Den Abend verbrachte ich mit einem netten finnischen Paerchen, das mir fuer ein paar Stunden in ihrem Caravan Wetterasyl anbot und ein Glas wein offerierte. Die beiden halfen mir bei Fragen jedwelcher Art. Es war sehr auffschlussreich und interessant. Danke Tarja und Pekka!


Nach einer Stuermischen Nacht besserte sich das Wetter. Ich konnte das Zelt trocken abbauen.
Nun gings weiter - es kam langsam Norkapfieber auf. Das Wetter besserte sich nur kurzzeitig.

Das nachfolgende Bild zeigt symbolische ein Rentier. Je noerdlicher man kommt, umso mehr hat es davon. Die nicht wirklich intelligenten Tiere sind gefaehrliche Strassenverkehrsteilnehmer. Sie rennen auf die Strasse wann sie wollen, laufen dann im Zick vor Dir her und verlassen dann die Strasse, um gleich wieder zurueckzukommen. Auf dem Teller schmecken Sie mir aber vorzueglich, vorallem in geraeucherten Zustand. Nun bin ich noch auf der Suche nach einem Elch. Ich hoffe auf das Glueck, einen vor die Linse zu bekommen.

Der Weg richtung Grenze ist fantastisch zu fahren. Kilometer lang einfach nichts. Keine Zivilisation, keine Gegenverkehr, nichts. Nur ich und die Strasse. Das erste Mal fuehle ich mich in to the wild.

Nach der Grenze habe ich mich mit norwegischen Kronen eingedeckt. Hach ist es herrlich mit dem momentan starken Schweizer Franken zu reisen. Fuer 100 CHF gibts satte 620 Kronen. Das reicht eine Weile. Auf dem Weg Richtung Nordkapp nehme ich zwei sympathsche Polen mit, welche in nur fuenf Tagen von Warschau bis hier her gereist sind. Ich habe ja noch Platz im Fahrzeug. Und ich kann das Klischee nicht beschtaetigen. Ich habe mein Auto noch... Je weiter wir fahren, desto karger wird die Natur. Hier wachsen kaum mehr Baeume.


Der Weg fuehrt rund 150 km gen Norden. Der Tunnel auf die Insel Mageroya koennte abenteurlicher nicht sein. Er fuehrt mit gefuehlten 20 Prozent Neigung rund 130m unter dem Meer durch und steigt eben so steil wieder an. Auf der Insel ist das Wetter noch einmal mieser. Wir sind mittlerweil so weit noerdlich, dass kein Baum und Busch mehr waechst. Nur noch Gras, Moos und Felsen. Nach der Entrichtung des Obulus an der Kasse, fahren wir auf das Areal vom Nordkap. Die groesse des Parkplatz laesst erahnen, was uns am Abend erwarten wuerde...

Wir besichtigen das Gebiet bereits am Nachmittag und haben das Nordkap praktisch fuer uns. Mittlerweils nieselt es und orkanmaessige Boeen zischen ueber die Klippe. Man merkt, dass es nicht mehr weit zum Nordpol ist. Etwa die gleiche Distanz, wie zu meinem Startpunkt in Stockholm.
Ich fuehle mich zum ersten Mal wie ein Japanischer Tourist vor der Eigernordwand. Ich kann den Finger nicht vom Ausloeser meiner Kamera lassen. Da ich Euch mit diesem Exzess verschonen will, nur eine kleine Auswahl der Bilder. im Hintergrund das wahre Nordkapp, welches 300m weiter noerdlicher liegt und nur zu Fuss erreichbar ist.

Das Wetter verschlechterte sich stuendlich. Mittlerweile regnete es. Die Mitternachtssonne versteckt sich hinter tiefhaengenden Regenwolken. Die Position haette gepasst, die Sonne zeigte sich aber nicht. Wenigstens habe ich das Nordkap so erlebt, wie es in rund 362 Tagen im Jahr aussieht.

Bereits nach Mitternacht, koche ich meine beruehmten Spaghetti Bolo. Die Polen meinten, das waere besser als zu Hause (und ich habe mit meinem Kocher improvisiert). Die andere Nordkapcamper in Ihren warmen Wohnmobilen, waren ab unserem Durchhaltewillen beeindruckt und beschenkten uns mit Blumen, Kecksen und Glace. Ironie des Schicksals...
Die Nacht war bewegt und stuermisch bei knapp 0 Grad.
Wie es der Zufall wollte, plante auch der Pole eine Wanderung an das noerdlicher liegende Kap, weshalb wir uns kurzerhand zusammenschlossen. Das machte das Unternehmen sicherer. Voller Erwartungen machten wir uns auf den Weg an den Ausgangspunkt. Ein Parkplatz auf dem Weg zum Nordkap. Das Wetter war immer noch miserabel. Der Nebel schien zu stark. Abwarten auf ein guenstiges Zeitfenster war angesagt. Leider keine Chance. Wir gingen ins noerdlichste Fischerdorf der Welt und fragten einen Koenigskrabbenfischer, wie er unseren Plan einschaetzt.
Er gab uns die noetige Sicherheit, die wir noch brauchten und gab gruenes Licht. Gut ausgeruestet gaben wir uns auf den Weg. Aus den angegebenen 9 km pro Weg wurden dann, gemaess GPS, 16. Der Pfad musste teils selber gesucht werden und fuehrt natuerlich nicht Luftlinie. Wir mussten des oefteren morastigen Stellen ausweichen. Das Wetter wurde etwas besser und sobald wir etwas abgestiegen waren auch die Sicht. Jetzt fuehlte ich mich trotz Begleitung endlich einmal einsam. Hier draussen ist wirklich das Ende der Welt. Im Umkries von drei Stunden Fussmarsch ist wirklich rein gar nichts. Am Ziel angekommen, trugen wir unsere Namen im Kapbuch ein, verpflegten uns und machten uns auf den Rueckweg. Der Pole nahm dann dort noch ein Bad. So wie er das jedes Mal tut, an so einem Ort... Der Rueckweg war erwartetermassen beschwerlich. Nun im Gegenwind und immer bergan, wuchteten wir unser mueden Koerper ueber Stock und Stein, und erreichten das Auto schliesslich nach knapp sechs Stunden.
Gluecklich ueber das geschaffte, verliessen wir diese unwirtlichen Insel. Die Polen liess ich an gewuenschter Stelle aus dem Auto und suchte mir eine Bleibe fuer die Nacht. Nach den Strapazen heute, sollte es eine Huette werden. Und was fuer eine... Da der Campwart nur noch die Dreizimmerdeluxeversion frei hatte und offenbar Mitleid, bekam ich diese fuer ca. 75 Fr. und somit zum Preis der einfachen Kategorie. Ich war zu muede um zu fotografieren, legte das nasse Material aus, ass den Rest Spaghetti vom Vorabend und haute mich aufs Ohr. Nach der letzten Nacht eine wohltat, in einem Bett zu schlafen. So schaetzt man die einfachen Dinger des Lebens...
Ausgeschlafen gings am naechsten tag weiter Richtung Hammerfest. Nun gehts suedwaerts. Hoffentlich wird das Wetter besser. Es wurde.

In Hammerfest angekommen, beobachtete ich eine auslaufende Hurtigrute und besichtigte danach die noerdlichste Stadt der Welt. Es war Saukalt und sehr windig. Kein Ort, um ueber Nacht zu bleiben.

Deshalb fuhr ich den Weg zurueck und schlug den Weg Richtung Alta ein, welcher ueber ein Fjell fuehrte. Die Natur in Norwegen topt noch einmal alles, was ich bisher in Skandinavien gesehen habe. Unbeschreiblich schoen und kaum auf ein Foto zu bannen.

In Alta angekommen, bezog ich Camp am Altafjord und grillierte Wuerste im Feuer. Die Stimmung um Mitternacht war schon fast kitschig. Immer wieder erstaunt mich die Natur von Neuem.
Knapp nach diesem Bild setzte dann wieder der Regen ein. Mein Zelt trocknete ich heute frueh im Heizungsraum des Campingplatzes. Die nette Frau vom Camping half mir zudem bei ein paar Fragen und leistete mir beim Morgenkaffee Gesellschaft. Tusen Takk Maria.
Eingekauft habe heute Morgen im Coop. Nun gehts noch volltanken und dann auf Campsuche.
Bis bald und hej da.
Nicolas






Samstag, 17. Juli 2010

In Finnland angekommen

Ein herzliches hallo in die Schweiz! Wie es der Titel sagt, bin ich bereits in Finnland. Da die letzten Tage ganz Nordschweden ohne Internet war (bei Bauarbeiten in der Nähe Sundsvall wurde ein Kabel gekappt), erst jetzt wieder ein Lebenszeichen von mir. Nun sitze ich in Tornio im Touristoffice und darf das Internet belegen und meine Akkus aufladen. Nun aber alles der Reihe nach.Seit meinem letzten Bericht habe ich einiges erlebt. In Uppsala war ein ausgiebiges Sightseeing angesagt. Der bekannteste Spot ist mit sicherheit die Domkirche, wo frueher Könige gekrönt und beruehmte Persönlichkeiten begraben liegen. Besichtigt wurden auch eine Burg, der Linnegarten, die Universität und die Bibliothek.Nach dem Nachtessen in einem Inlokal (vorerst wohl das letzte Filet fuer eine längere Zeit) gings zurueck ins Hotel, welches von Arbeitern frequentiert wird. So sass ich noch mit Schweden und Russen zusammen. Wir diskutierten mit Händen und Fuessen (vorallem die Russen). Bei einem Bierchen ergaben sich sehr spannende Diskussionen ueber Geschichte, Militär und Sport. Männer halt...

Am folgenden Tag wollte ich erstmal Land gewinnen. Ich fuhr am selben Tag bis Umea durch. Die Fahrt von beinahe 600km vergingen wie im Flug. Gute Musik im Fahrzeug und malerische Landschaften mit Seen und Wäldern verkuerzten die Zeit. Irgendwo hier oben muss das Paradies liegen. Ich konnte mich kaum satt sehen. Einige Fotostops später kamm ich dann auf dem First Camp Umea an, ein fuenfstern Camping - top ausgestattet.Dank meiner CSS Campingcard problemlos eingecheckt und danach das Camp aufgebaut. Nachher habe ich hungrig das erste mal selber auf meinem neuen Kocher Pasta zubereitetet. In sieben Minuten al dente, so schnell gehts nicht mal bei mir zu Hause. Braver Kocher. Gut gekauft.

Am Donnerstag dann wurde Umea und Umgebung besichtigt. Dabei habe ich eine Insel besucht, eine kleine Wanderung von zwei Stunden unternommen und das erste mal den Salzgehalt des bottnischen Meerbusen ueberprueft. Die Schweden nennen diesen Arm auch auch die Riviera Schwedens. Einwandfreie Badetemperatur.Am Abend war noch ein Musikfestival in der Stadt. Dabei hörte ich einer Schuelerband und einer Irischen Folk Band zu. In der Sportsbar habe ich mich zudem ueber den Schwedischen Fussball informiert. Ich möchte ja dann am Ende des Urlaubs noch den Schweden-Länderpunkt machen. Danach ging ich frueh zu Bett, denn am nächsten Tag sollte es weiter Richtung Norden gehen. In Umea ist die Nacht bereits nicht mehr dunkel. Es bleibt bei der Dämmerung. Die ersten beiden Nächte im Camp habe ich aber wunderbar geschlafen. wohl auch dank des tollen Equipments.
Bereits um sieben in der Frueh hatte ich mein Camp abgebaut und ausgecheckt. In den fruehen Morgenstunden durch diese wunderschöne Natur zu fahren war wirklich herrlich. Leider sah ich bis jetzt noch keine aussergewöhnlichen Tiere. Mal abgesehen von den ueberfahrenen an der Strasse. In rund fuenf Stunden erreichte ich die Schwedisch - Finnische Grenze. Ich fuhr direkt nach Kemi. Dort war ich bereits 1996 mit meinem Onkel auf einer Wintersaffari.

Die Stadt an sich ist nichts besonderes. Grau in Grau. Passend zum Himmel. Am Nachmittag erkundigte ich mich ueber den Finnischen Fussball. Dieser Länderpunkt soll in diesem Urlaub ja auch noch fallen. Leider keine Rosinen vorhanden, an diesem Wochenende. Man lotste mich dann an ein vermeintliches U11 Testspiel, was sich dann aber als reines Training einer lokalen Juniorenmannschaft heraustellte. Nach Ruecksprache mit arrivierten Groundhoppern, welche gerade in Malle waren, bestätigte sich mein Verdacht. Länderpunkt ungueltig. Da muss ich mir noch etwas einfallen lassen. Die Gespräche mit den Trainern und dem Teamleader waren aber sehr aufschlussreich. Die Jungs waren in Vorbereitung auf ein Turnier und gaben extra vollgas, da eine Schweizer Scout auf dem Platz war und die Sportfunktion seiner neuen Kamera testete. Zur Belohnung gabs dann fuer den besten Penaltyschuetzen ein Swiss Army Knife.Danach besichtigte ich noch das Fussballstadion von Kemi, ein eher heruntergekommener Bau. In einem Gespräche mit dem Platzwart fand ich heraus, dass heute (Samstag) die erste Frauenmannschaft ein Ligaspiel hat. Das sollte fuer den Länderpunkt reichen. Gemäss dem Reglementarium von Fischbein, muessen je 11 Spieler und ein Schiedsrichter auf dem Platz stehen, sowie eine Halbzeit des Spiels besucht werden.

Gestern Abend dann habe ich mein Zelt fuer eine Nacht in Tornio aufgeschlagen. Direkt in der Anflugschneise eines Flughafens. Solche Sachen merkt man immer erst später. Die Nacht war dann untermalt von feiernden und singenden Schweden. Ich weiss nun, von wo dieses beruehmte Sprichwort herkommt. ;-) Hier habe ich noch einen Chelseafan kennengelernt, das Gesprächsthema war also schnell gefunden...Nun noch etwas zur Moskitoplage. In Schweden hatte ich beinahe keine Probleme. Aber hier in Finnland sind sie regelrecht ueber mich hergefallen. Zum Glueck habe ich genuegend Antibrumm dabei, das mögen die Biester ueberhaupt nicht. Der Federhandschuh habe ich aufgenommen. Momentaner Zwischenstand: Nicolas ca. 500 - Muecken 1. Ich mag ja die Natur, aber diese fiesen Dinger kille ich. ob mit dem KNU187 oder der Hand - ich halte drauf!Mit den Leuten habe ich bis jetzt nur sehr gute Erfahrungen gemacht. Alle sind sehr hilfsbereit und freundlich.

Das wars vorerst. Heute Abend (nach dem Spiel um 17 pm) gehts weiter (via Rovaniemi und Inari in Richtung) Norden. Anfangs Woche sollte ich dann am Nordkap sein. Ich werde dann berichten, sobald irgendwo ein Leistungsfähiges Internet verfuegbar sein sollte.

Leider kann ich hier meine Karten nicht aktualisieren. Liegt wohl an einem fehlerhaften Firefoxupdate. Zudem hat es auf der Seite der Fotos noch mehr Bilder zum anschauen.

Viel Spass beim stöbern.

hej do