eine Woche ist seit meinem letzten Eintrag vergangen. Wie immer habe ich wieder viel erlebt.
Nun zu den Details:
In Geiranger hatte ich am Tag meines Boottrips mit der MS Geirangerfjord einen regenfreien Tag mit passablem Wetter erwischt. Deshalb hat es davon auch einige Bilder in der Galerie.
Als erstes wieder ein Bild (frueh am Morgen) - noch ohne Tourigedraenge auf der Aussichtsplattform am Adlerweg - auf den Geirangerfjord, diesmal in die andere Richtung.
Unten sieht man die beruehmten sieben Schwestern. Zwei davon waren heute wohl im Urlaub, nach der strengen Zeit im Fruehjar zur Zeit der Schneeschmelze...
Bei der Rueckkehr in den Hafen passierten wir zahlreiche Kreuzfahrtschiffe, die hier jeden Tag vor Anker liegen und eine Menschenmasse unbeschreiblichen Ausmasses auf die Souvenirshops von Geiranger loslassen.
Am Nachmittag goennte ich mir einen Besuch im Spa das ansaessigen Luxushotels. Nebst dem Standartprogramm wie Aromaduschen, Kneipkur, Hot-Whirlpool, verschiedene Saunen, etc, war ein tuerkisches Saunaritual herausragend, das ich so noch nie mitgemacht habe. Sieben Minuten mit speziellem Rosmarin-Oel-Wasser schwitzen (inkl. menschlichem Ventilator), danach mit grobkoernigem Salz einmassieren, darauf mit Crashed-Ice abreiben und am Schluss unter die sieben Schwestern - ein ausloesbarer Eiswasserzuber und zum Schluss noch mal sieben Minuten schwitzen, danach abkuehlen. Praedikat genial! Danach schlief ich den Schlaf der Gerechten, den der naechste Tag wuerde lange werden.
So war ich dann schon frueh auf der Strasse. Spaetestens jetzt, ging es auf meiner Reise auch wieder in die Berge und die Gegenden der Fjells und Gletscher. Als erstes erklomm ich - oder besser gesagt der KNU187 - den Dalsnibba. Mit rund 1500 Meter ueber Meer doch eine rechte Wand, wenn man bei null Meter beginnt. Dort oben war es recht windig. Immerhin konnte ich so den Nebel hinter mir lassen. Die Aussicht auf die umliegende Region waren die 85 Kronen Strassenzoll wert. Das naechste Bild zeigt den Geirangerfjord - vom Nebelmeer bedeckt.
Die Fahrt Richtung Balestrand am Sognefjord war sehr kontrastreich. Sobald sich jeweils die Sonne zeigte kamen die Farben wunderbar zur Geltung.

Ich nahm mir die Zeit und fuhr abseits der grossen Strassen zu meinem Ziel und sah so viele Wasserfaelle, Weiden und Gebirgsfjelle. Dies nahm mehr Zeit und Kilometer in Anspruch, war aber auch viel abwechslungsreicher und dementsprechend interessanter.

In Balestrand am Sognefjord bezog ich Camp im Ort. Hier im Dorf pflegte jeweils Kaiser Wilhelm seine Sommerferien zu verbringen, was dem Tourismus noch heute foerderlich ist. Kaiser Wilhelm war es auch, der bei zwei Wikingergraebern (Schiffform-Huegel) ein Monument spendete und dem Oertchen so seinen Dank aussprach. Die Wikingergraeber besichtigte ich im Morgengrauen des naechsten Tages, ganz fuer mich alleine. Diesmal trugen die Regenwolken und das durchbrechende Licht einer mystisch anmutenden Szenerie bei.
Wie immer, decke ich mich mit Broschueren und Infos ein. So fand ich heraus, das gewisse Villen im Swiss-Style gebaut wurden. Das konnte ich mir natuerlich nicht entgehen lassen. Ein bisschen Heimat tut immer gut. Angesichts der fruehen Stunde, beliess ich es beim betrachten der Architektur, welche mit norwegischem Stil ergaenzt wurde. Mein markerschuetternder Jodel waere im Quartier wohl nicht gut angekommen...
Danach ging es im Regen nach Bergen - ein passender Reim - wie ich finde. Etwas ausserhalb in Lone bezog ich fuer zwei Naechte eine Huette. Bei einem ersten Rundgang in der City - die Sonne schien - erfuhr ich vom "Lost Weekend Festival - 10 Jahres-Jubilaeum" auf einer nahen Insel. Livemusik, das war fuer mich in dieser Kulturstadt und fuer den Moment genau das Richtige! Nichts wie hin. Sightseeing geht auch im Regen - dachte ich - und macht mich auf den Weg. Ein teurer Spass wars, das kann ich Euch sagen, es war aber jede Krone Wert. So sah ich unter anderem: Datarock, The Alexandria Quartett, Navigators und The Cumshots.
Waehrend der eine Fisch futtert, klaut der andere die Steine...
Etwas betruebt ueber den Gesamteindruck des Aqvariet, ging es an das Hafenbecken. Am einzigen offenen Fischmarkt in Norwegen gab es natuerlich frische Shrimps - oder in meinen Breitengraden auch Mister Krebs genannt. Die Szenerie dort vermochte meine Laune dann wieder aufzuheitern. Dem tat auch das uebliche Wetter in Bergen keinen Abbruch.
Nebst der Domkirche und dem Rosenkranzturm, besuchte ich auch die Brygge. Ein geschichtstraechtiges Haeuserensemble direkt am Kai. Alle Details kann ich hier nicht ausfuehren. Wer sich interessiert, erfaehrt mehr mit Stichwort "Hanse, Handelskontor, etc.".
So war ich dann schon frueh auf der Strasse. Spaetestens jetzt, ging es auf meiner Reise auch wieder in die Berge und die Gegenden der Fjells und Gletscher. Als erstes erklomm ich - oder besser gesagt der KNU187 - den Dalsnibba. Mit rund 1500 Meter ueber Meer doch eine rechte Wand, wenn man bei null Meter beginnt. Dort oben war es recht windig. Immerhin konnte ich so den Nebel hinter mir lassen. Die Aussicht auf die umliegende Region waren die 85 Kronen Strassenzoll wert. Das naechste Bild zeigt den Geirangerfjord - vom Nebelmeer bedeckt.
Am naechsten Tag stand ein Fussballspiel der dritten Division auf dem Programm. Stand... Wegen schlechter Planung meinerseits und Falschinformationen betreffend der Location fand ich den Match nicht. So verbrachte ich den Nachmittag rund um Bergens Vorstaedte mit ausgedehnten Spaziergaengen. So kanns einem halt auch einmal ergehen - wahre Groundhopper stecken das locker weg. Ich troestete mich am Abend mit leckerem Grillfleisch.
Am naechsten Tag holte ich dann noch das Sightseeing nach. Einerseits wollte ich das Aqvariet erleben, wo man nebst anderen Attraktionen auch Fische der Fjorde in der Region betrachten kann. Andererseits wollte ich auch noch den einen oder anderen kulturhistorisch interessanten Punkt besuchen.
Der Besuch im Aqvariet war ein Reinfall und kein Tip. Die Becken dreckig und die Bewegungsmoeglichkeit der ungluecklick wirkenden Tiere war stark eingeschraenkt. Die Bilder im Fotoalbum sollen dies dokumentieren.
Einzig die Pinguine, mit einer einigermassen grosszuegigen Anlage hatten in meinen Augen Spass und zeigten auch artgerechtes Verhalten. Auf den naechsten beiden Bildern seht ihr einen mustergueltigen "Steinklau" aus einem anderen Nest. Fuer Singelmaennchen sind Steine eine Art Verlobungsgeschenk. Nimmt die Singlelady den Stein an, bleiben Sie ein Paerchen fuers ganze Leben. Ausserdem haelt ein hoher Steinhaufen die Eier in genuegender Entfernung der Feuchtigkeit.
Einzig die Pinguine, mit einer einigermassen grosszuegigen Anlage hatten in meinen Augen Spass und zeigten auch artgerechtes Verhalten. Auf den naechsten beiden Bildern seht ihr einen mustergueltigen "Steinklau" aus einem anderen Nest. Fuer Singelmaennchen sind Steine eine Art Verlobungsgeschenk. Nimmt die Singlelady den Stein an, bleiben Sie ein Paerchen fuers ganze Leben. Ausserdem haelt ein hoher Steinhaufen die Eier in genuegender Entfernung der Feuchtigkeit.
In die Hoehe ging es diesmal nicht, man haette schlicht nichts gesehen...
Das Wetter veranlasste mich schlussendlich, zeitig Richtung Hardangerfjord weiterzuziehen. Uber weite Fjelle, via Bergstrassen vorbei an Wasserfaellen und durch weite Waelder.
Hier muss ich den Norwegern ein Kompliment machen. Die zahlreichen Metallwerke benoetigen eine unvorstellbare Masse an elektrischer Energie. Da auf diesem schoenen Fleckechen Erde kein einziges AKW steht, wird der Strom vorwiegend durch Wasserkraft erzeugt. Hier oben in den Bergen ist dank der Gletscherschmelze ein immenser Wasserreichtum vorhanden, der auch rege genuetzt wird. Stromleitungen sieht man viele, jedoch nur selten Kraftwerke oder Staumauern. Diese sind oft im Berg versteckt und trueben nicht das Landschaftsbild. Gebirgsseen sind unterirdisch verbunden und so fuer die Stromgewinnung nutzbar. Zu Lasten dieser Technik gingen einige Wasserfaelle - oder deren Intensitaet - womit ich aber gut leben kann. Nur selten sieht man - zumindest ich auf meiner Route - eine Staumauer oder abgesenkte Seespiegel, wie hier im naechsten Bild.
Die Reise fuehrte mich weiter nach Seljord, wo ich an einem tollen Camping am See uebernachtet habe, das Wetter muss ich nicht jedes mal erwaehnen...
Auf dem Weg nach Roldal brachte ich bei einem Tankstop das Auto nach rund 6500km auf Vordermann. Motorenoel auffuellen, Reinigungswasser fuer die Wischanlage nachfuellen (davon braucht man aus verschiedenen Gruenden reichlich), Kuehlwasser und Reifendruck ueberpruefen. Was sich eben so gehoert. Danach wurde in Rolldal im Zelt uebernachtet. Und IMMER wenn ich dies tue, regnets, bestimmt...
Tags darauf fuhr ich via Dalen nach Eidsborg und besichtigte die erste Stabkirche auf meiner Reise. Das spezielle an dieser Kirche war, dass die Schindeln bis am Boden angebaut wurden. Leider war die Kirche verschlossen und nicht besichtbar. Der alte Teergeruch war aber noch sehr praesent.
Heute morgen beim Zeltabbau lief mir ein Setter Jagdhund zu, der wohl die ganze Nacht ueber Voegel gejagt hatte. Ein auf Englisch abgerichteter, durchnaesster und die Leine hinter sich herschleifender Junghund. Ich forderte ihn auf seinen Platz zu suchen. Dies tat er auch mit Erfolg, wie sich spaeter herausstellte. Ich getraute mich aber nicht, die Leute im Zelt zu wecken und band den Hund bei mir an einen Baum. Der Besitzer war dementsprechend gluecklich, als er seinen Hund (derzeit in Aubildung)wieder zurueck hatte. Der Name des Hundes war Bajass, eine durchaus zutreffende Sache...
Heute frueh ging es via E134 nach Heddal, dort steht die groesste noch erhalten Stabkirche Norwegens. Diesmal mit Eintritt und kompetenter, deutscher Beratung.
Danach ging es noch die letzten Kilometer weiter nach Oslo, wo ich nun waehrend drei Naechten auf einem Camping stationiert bin. Diesmal nach zwei Regennaechten im Zelt wieder in einer Huette. Morgen werde ich die grossen Norwegischen Museen besichtigen und am Abend Lasse treffen, den ich in Tromso kennengelernt habe.
Nach den Tagen in Oslo verlasse ich schon bald Norwegen und verbringe meine letzten Reisetage in Suedschweden, bevor ich zurueck nach Stockholm fahre.
Alle Karten und Fotos sind aktualisiert.
Liebe Gruesse, Nicolas
Wiederum ein toller Reisebericht
AntwortenLöschenmit Bildern, die mich träumen
lassen.
Alles Gute und weiterhin noch
schöne Erlebnisse und Eindrücke.
Bis bald mit lieben Grüssen
Mami
Eimal mehr super Bericht und "ufersichtigi" Fotos!!
AntwortenLöschenGuten Rückflug und häppy landing!!! Aschi